Bei der Suche nach gesprenkelten Hühnern stieß ich auf eine Webseite der Züchter alter Haustierrassen in Frankreich. 

Dort hat sich eine Hühnerrasse gebildet, die "poule de Hergnies" genannt wird. Bei dem zugeordneten Postkartenbild der Hergnies fällt eine große Ähnlichkeit zu den Brakeln auf, was die Form betrifft. Es handelt sich dabei dem Augenschein nach um Hennen, die den Brakeln sehr ähneln, schwer, jedoch nicht plump. Die Hähne hingegen besitzen eine den Friesenhühnern ähnliche, jedoch schwerere Form, haben die Sprenkelung anscheinend nur noch im Beinbereich und zwei breite schwarze Bänder die über die Flügel decken verlaufen. Die Schwänze scheinen schwarz zu sein.

Ein weiteres Bild zeigt einen Hahn mit Henne die wieder eine mehr Brakeltypische Zeichnung besitzen.

Hier die Übersetzung des französischen Orginaltextes: Link zur Web-Seite "la-basse-cour-du-nord"

Geschichtlicher Überblick:

Über die Herkunft dieser sehr alten Rasse wird sehr viel diskutiert. In der Tat erlebte man bei der offiziellen Anerkennung des Standards (10. August 1896) durch Jules Lamy bei der Société de l` Aviculteurs des Norde Redekunstturniere unterschiedlicher Züchter. Es war so, dass die Belgier ihr Brakel hatten. Für sie waren die Hergnies nichts anderes als eine Aneignung ihres eigenen Geflügels ohne ihre Erlaubnis. Auch die Züchter der Bresse waren nicht erbaut von der neuen Rasse.
Nach vielen Rückschlägen wurden die Hergnies jedoch definitiv angenommen. 

Eigenschaften:

Das Huhn von Hergnies ist ein sehr schönes Geflügel. Es ähnelt Bresse und belgischem Brakel (Campine). Der Hahn zeichnet sich durch eine Musterung aus, welche besonders durch grünen Käferglanz in der Sprenkelung auf weißem Gefieder und den zwei charakteristische schwarze Streifen auf den Flügeln vor den Handschwingen besteht.
Es ist ein sehr frühreifes, schweres Geflügel (legereif ab dem dritten Monat), das vor allem die Freiheit und großer Räume mag, um dort seine Nahrung zu suchen. Die Eier sind weiß (ca. 250 pro Jahr). 

Derzeitige Lage:

Das ursprüngliche Huhn von Hergnies war verschwunden. Die Rückzüchtung wurde vor einigen Jahren begonnen, insbesondere von den Herren Kamp und Adolphi. Ausgehend von Linien, die sich aus grauen Bresse, Brakel und Lakenfelder zusammensetzen, ist ein Geflügel, das sich sehr dem Typus nähert, entstanden. Außerdem wurden Kreuzungen mit einem Geflügel der Marke Fayoumi dank den Bemühungen von M. G. Coquerelle des l’ I.N.R.A.

Man kann heute sagen, daß dieses Geflügel seine Rückkehr zum Kulturgut in die Rassen des Geflügels des Nordens durchgeführt habe. Ernsthafte und bestimmte Züchter werden diese Arbeit vollenden. Sie sind willkommen. 

UNSER KORRESPONDENT: 

KLUB DES BRAKEL-HERGNIES 

Herr Pascal KAMP 

85 Rue de la Victoire 

62110 HENIN BEAUMONT 

' 03 21.49.70 48 

Kontakt:
la-basse-cour-du-nord