Das Hamburger Huhn hat im Gegensatz zu den anderen, hier vorgestellten Sprenkelhühnern eine ganz eigene Entwicklung durchgemacht.
Die Form des Hamburger Huhns umschreibt man am allerbesten mit "fasanenartig" sie ist feingliederig, hochbeinig, zierlich. Sowohl Hennen als auch Hähne wirken elegant und leicht. 

Ein Versuch, die Geschichte der Hamburger zu ergründen ist zeitraubend, zu viel wurde über die kostbaren Tiere geschrieben in den letzten zweihundert Jahren. Vermutlich stammen die Vorfahren von Nordeuropäischen Campinern ab, welche mit englischen Mooneyhühnern gekreuzt wurden. Im Blut der Hamburger befinden sich aber sicher zumindest Minorka, deren große, weiße Ohrscheiben besonders die schwarzen Hamburger erbten. Die schwarzen Linien erhielten Sumatrablut das den Käferglanz erzeugte, den gesprenkelten wurden mit Möwenhühnern, Totlegern, Brakeln zu ihrer Zeichnung verholfen.

Die erste Erwähnung der Hamburger ist vermutlich eine Zeichnung des englischen Malers Albin aus dem Jahr 1740 das mit "Hamburghs" unterschrieben wurde, welches einen fast weißen Hahn mit schwarzen Schaftstrichen am Hals, runden, schwarzen Flecken auf der Brust, schwarzen Schenkelfedern und schwarz weißem Schwanzgefieder zeigt. Dies Tier trägt einen wulstigen Rosenkamm mit auslaufendem Kammdorn.

Das die Hamburger eigentlich aus England stammen ist fast anerkannt, wenngleich sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts auch Niederländer und Engländer noch um die Herkunft stritten. Denn auch in den Handelsmetropolen der Niederlande waren die edlen Hühner beliebt. Vorzüglich war ihr Fleisch und die Legeleistung wurde sehr gerühmt. Kaum einer der reichen Handelsherren, der nicht zu seiner Erbauung einen Hühnerhof mit den schmucken Tieren hielt. Sie wurden gehegt und gepflegt und im Gegensatz zu den robusten Landschönheiten fast mit Gold aufgewogen.

Warum die Tiere dann den Namen Hamburger erhielten? Vermutlich durch die Herkunft der Vorfahren, die vielfach über den Seeweg aus Hamburg gekommen waren, oder wegen des Ansehens, welches die Hafenstadt genoss?

Die Qualitäten des heutigen Hamburger Huhnes sind jedoch die gleichen wie zu der Zeit seiner Erzüchtung - ein wunderschönes, edles Tier mit hoher Legeleistung. Besonders die Silbergetupften und die schwarzen Hamburger zählen zu den Lieblingen der Hamburgerhalter, danach folgen goldgetupfte und weiße, zuletzt die silber- und goldgesprenkelten.

Bereits früh wurden die Hamburger, welche an sich bereits sehr zierlich sind noch zu einer Zwergform gezüchtet. Dieses nun wirklich sehr kleine Tier legt immer noch Eier über 30g Ei-Gewicht und ist fast das Rassehuhn mit der höchsten erreichbaren Stück-Legeleistung.

Kontakt:

Sonderverein der Züchter des Hamburger-Huhnes
Vors.: Hubert Knott
Kösseinestr. 11
95683 Ebnath
Tel:  0 92 34 / 67 98
Fax: 0 92 34 / 67 79

Links: 
Hamburger auf Feathersite

Kükenbilder auf Feathersite 

The Cooks Shed´s Hamburger Seite aus England

Charles´s Hamburghs Webseite über Hamburger aus England