Nach Meinung von Kennern der Rasse sind die Assendelfter die Vorläufer der gesprenkelten Friesischen Hühnerrassen. Durch diese Vermischung ist man auch dazu geneigt die heutigen Assendelfter mit den gesprenkelten Holländischen Hühnern vergangener Tage zu vergleichen.
Es existiert eine wunderschöne Zeichnung von gesprenkelten goldfarbenen Friesenhühnern aus der Hand von Harrison Weir aus dem Jahr 1853, erschienen im Buch "The Poultry Book" von Wingfield und Johnson. Diese Tiere sind mehr Gelb-gesprenkelt als Gold-gesprenkelt.
Es bestehen Niederschriften über wiederholte Exporte gesprenkelter Hühner aus Nordholland nach England. Über den Hühnermarkt von Purmerend, Alkmaar und Amsterdam wurden diese Hühner unter dem Niederländischen Namen "boerengeeltjes" über einen beträchtlichen Teil Hollands verbreitet. In England erzüchtete man aus den Hühnern mit dem prächtigen Kamm die heutigen Redcaps.
Die alten Bezeichnungen der vier Farbschläge waren "boerengelen" (gelbgesprenkelt), "bijltjes" (schwarzgesprenkelt gelb), sprokkels (silbersprenkel) und "eiergelen" (gelb/weißsprenkel).
Die "boerengelen" waren der Farbschlag mit der höchsten Verbreitung. Die anderen kamen sporadisch am Markt vor, besonders die Silbersprenkel-Hähne, welche von den Kennfarbzüchtern der damaligen Zeit als Eintagsküken verkauft wurden.
Assendelfter Henne

Assendelfter Henne Goldsprenkel
Foto: Andrea Fasch

Die Assendelfter zählen seit Jahr und Tag in beiden heute noch existenten Farbschlägen zu den seltenen Hühnerrassen. Besonders die Silbersprenkel wurden im letzten Jahrzehnt auf Ausstellungen selten gesehen. Bis vor kurzem wurde auch wenig getan um diese Rasse zu verbreiten, was absolut nicht günstig war und der Qualität sehr geschadet hat. Das hat sich glücklicherweise in den letzten Jahren sehr geändert, seit der Sonderverein der Assendelfter und der Nordholländischen Blauen durch eine Anzahl sehr enthusiastischer Menschen gegründet wurde.
Das resultierte in einem sprunghaften Anstieg der Assendelfter-Züchter.

Um die Qualität der Rasse ist es glücklicherweise besser gestellt. Dies ist den Bemühungen sehr aktiver Züchter zu verdanken die diese zierliche Rasse vor dem Aussterben rettete. In den letzten Jahren sind erfolgreiche Versuche unternommen worden um die Qualität der Silbersprenkel zu verbessern. Dieses wurde erreicht durch Einkreuzen einer sehr ähnlichen Rasse - den Friesenhühnern. Die Gelbsprenkel waren und sind in einer sehr guten Qualität.

Um die Assendelfter Zwerge ist es sicher nicht besser gestellt, im Gegenteil, der Anteil der Züchter ist mit einer Hand zu zählen. Die Gelbsprenkel sind auch hier wieder am häufigsten vertreten, die Silbersprenkel sind fast ausgestorben. Daher wurden große Anstrengungen unternommen um diesen Farbschlag so viel als möglich auszubreiten.

Beschreibung:
Hahn und Henne sind in ihrer Zeichnung völlig verschieden. Die Hennen besitzen eine Zeichnung in sehr gleichmäßiger Tupfenform auf Körper, Flügeln und Schwanz, Hähne sind am Körper einfarbig, der Schwanz ist andersfarben je nach Muster und die Sicheln sind gesäumt. Der Rosenkamm ist anders als bei den Westfälischen Totlegern mit Fleischzapfen besetzt, dieses Gebilde nimmt beim Hahn schon bedeutende Ausmaße an.

Die Farbe des gelben Farbschlages unterscheidet sich stark von dem üblichen Gold der Sprenkelhühner, die Federzeichnung ist sehr gleichmäßig, was zu einer sehr gleichmäßigen Zeichnung des gesamten Huhns führt.
Der Hahn besitzt nur wenige gezeichnete Gefiederpartien, die Schmuckfedern sind gelb und goldrot, der Schwanz ist schwarz, Sicheln sind gezeichnet, schwarze Farbstellen sind bei beiden Geschlechtern stark Käfergrün.

Auffällig ist der stark gefächerte Schwanz von Hahn und besonders Henne. Dieser wird sehr steil getragen.

Assendelfter zählen zu den sehr beweglichen und wenig zutraulichen Tieren, die jedoch bei entsprechender Aufzucht recht zahm werden. Die Legeleistung bis in das hohe Alter, eine sehr rasche komplikationslose Kükenbefiederung und die hohe Wetter-Unempfindlichkeit machen das Assendelfter Huhn zu einem sehr wirtschaftlichen Huhn.


Assendelfter Zwerghühner Gewicht Großrasse:

Hahn: 1500 -1700 gram 

Henne: 1200 –1300 gram

Ringemaß:

Hahn: 15 mm

Henne: 13 mm
Gewicht Zwergform

Hahn: +/- 650 gram

Henne: +/- 550 gram

Ringenmaß: 

Hahn: 13 mm

Henne: 11 mm

Assendelfter Zerghühner
Foto: Assendelfter & Noord-Hollandse Blauwenclub

Text zu Geschichte und Bestand in der Gegenwart wurde der Niederländischen Clubseiten entnommen und übersetzt.

Weitere Informationen auf der Niederländischen Vereinswebseite:
http://www.angelfire.com/nh/assennhbclub