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Was unterscheidet Landhuhnrassen von anderen Hühnern?
Landhühner sind sehr gute Futtersucher, sehr beweglich und flugtauglich.
Sie sind Nichtbrüter. Daraus ergibt sich für den Halter eine andere Stall und
Auslaufgestaltung. Auch in der Zucht ergeben sich dadurch einige Besonderheiten.
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Landhuhnwunschtraum
Foto Jürgen Jester |
Der ideale Auslauf:
Wie wünschen sich flüchtige Tiere ihren Auslauf? Ruhig, ohne Hektik rund um.
Möglichst weit ab vom Verkehr. Am liebsten riesig, besser unbegrenzt!
Besonders sollte viel Futtersuchmöglichkeit gegeben sein, also Buschwerk,
Wiese, der berühmte Misthaufen, Ackerland wäre natürlich ideal, auch Wald,
zumindest jedoch Baumbestände. Dann laufen die Tiere den ganzen Tag und
benötigen nur sehr wenig Zufutter.
Je weniger die Gegebenheiten jedoch so ideal sind um so genauer muss man sich
die Rasse seiner Wahl betrachten.
Brakel und Hamburger können gut auf kleinen Flächen gehalten werden,
Assendelfter und Westfälische Totleger haben dagegen einen großen
Platzanspruch. Friesenhühner gelten als sehr nervös, Bergische Kräher als
recht eigenbrötlerisch.
Ein guter, hoher Zaun ist bei einem eingezäunten Auslauf sehr wichtig. Alle
Landhühner sind von Natur aus gute Flieger und wenn draußen ein
Salatpflänzchen lockt, wieso sollte man dann im Auslauf bleiben? Meist ist die
Flugkunst so groß, das selbst beschnittene Schwingfedern diese nicht soweit
behindern das die Hühner im Gehege bleiben. Nur die räumliche Weite und eine
attraktive Gestaltung halten die Hühner in den gesetzten Grenzen. Mit
Wurmgruben, Sträuchern und Sandbadeplätzen kann man auch kleinere Ausläufe
Hühnerfreundlich machen, damit nimmt dann auch die Fluglust rapide ab.
Ist der Stall geräumig, die Nester gepolstert, ein wenig erhöht und etwas
versteckt, brauch man bei keinem Landhuhn die Eier draußen suchen. Störungen
bei der Eiablage mögen die Tiere jedoch gar nicht, haben sie dadurch dann
begonnen in der Natur zu legen, kann man ihnen dies nur schwer wieder
abgewöhnen.
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Leckerbissen: Karotten, Zwiebeln,
Brot
Foto Jürgen Jester |
Fütterung:
Können die Tiere sich ihr Futter zum Großteil selber suchen, benötigen
sie nur wenig Körnerfutter und Mineralfutter vom Halter. Wichtig sind für
stark legende Tiere Futterkalk oder Muschelschalen. Den Rest der Malzeit muss
man in diesem Fall vom Angebot auf der Weidefläche abhängig machen und von der
Legetätigkeit. Also im Frühjahr und Sommer nur Körnerfutter, ebenso während
der Mauser, in der kalten, jedoch Legezeit um so mehr Legefutter um das fehlende
Angebot in der Natur auszugleichen.
Verfettung führt bei den Landhühnern, die ja leichte Tiere sind fast sofort
zum Einstellen der Legetätigkeit, daher ist auch hier ein gutes Indiz für gute
Versorgung die Erreichung der rasseabhängigen Legeleistung. Legt eine Henne aus
unbekanntem Grund und trotz unauffälliger Gesundheit nicht sollte man sie
wiegen; ist sie zu schwer hilft es meist, das Futter anzupassen.
Tiere, die viel unterwegs sind sollten besonders gut entwurmt werden, für
sie ist die Gefahr größer, viele unterschiedliche Parasiten aufzunehmen.
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