Gesprenkelte Hühner gab es in vielen Variationen seit vielen Jahrhunderten in Nordwesteuropa. Man nannte sie auch Mövenhühner oder Alltagsleger. Seit 160 Jahren sind die getupften, bzw. gesprenkelten Hühner in der Hand von Züchtern, die nach jeweiligem Rasseideal die Tiere ihren Wünschen und den örtlichen Gegebenheiten anpassten.
Assendelfter Henne (eine alte Niederländische Rasse)

Assendelfter Henne


Verschiedene Verfasser, z.B. Houwink, vermuteten, das die Zeichnung der ursprünglich beim Bankivahuhn vorhandenen Pfefferung entstamme, die später verwischte, klumpig wurde und nach Generationen zu der scharfen Zeichnung der Sprenkelhühner führte.

Dieses wäre naheliegend, wenn man die Berichte der Römischen Schriftsteller heranzieht, in denen gesprenkelte, flinke Hühner in den Nordprovinzen gehalten wurden, die ein ausgezeichnetes Fleisch besessen haben sollen. Auch soll das Campinerhuhn den Weg nach Süden mit den Römischen Legionen gemacht haben, und schon vor dieser Zeit als „Speise der Götter“ - als Opfertier - bekannt gewesen sein.
Die Anforderungen an die Hennen früherer Jahrhunderte waren ähnlich: Genügsam musste das Huhn sein, witterungsfest. Es sollte selten brüten, damit es viele Eier legen konnte. Bewegliche Hühner waren bessere Futtersucher als träge Hühner. Eine Eigenschaft, auch im Zusammenhang mit dem Raubwild wichtig, war die Wachsamkeit. Dem Bauern lag an der Stalltreue, damit er nicht im Feld nach den Eiern suchen musste.
Auch bei den Küken schätzte man gute Wirtschafts-Eigenschaften, zu denen als erstes eine rasche Befiederung und eine problemlose Aufzucht gehörte.

Je nachdem, wer die Hühner hielt, und wie die Klimaverhältnisse waren, änderte sich auch das Aussehen der Tiere. Manche bekamen einen Rosenkamm angezüchtet, andere Sorten wurden auf Zierlichkeit, Farbigkeit und Schönheit selektiert. Und auch ein bisschen Fleisch sollten die Hühner an den Rippen haben, damit es gelegentlich gute Braten gab. 

Die unterschiedlichen Landstriche bevorzugten auch eine bestimmte Zeichnung, damit sich ihre Hühner von denen anderer Gegenden abhoben und man auf deren besondere Wirtschaftlichkeit hinweisen konnte. So entstanden aus den Hühnern des Mittelalters die Rassen der heutigen Zeit. Bei allen Landhühnern handelt es sich um urtümliche Haus-Hühnerrassen.

Heute wäre den Sprenkelhühner jeder Rasse wegen ihrer sehr guten Eigenschaften eine weit stärkere Verbreitung bei den Hühnerhaltern zu wünschen, ihre Schönheit und Eleganz zeichnet sie als etwas ganz besonderes aus.