Es handelt sich rundweg um sehr bewegliche und lauffreudige Hühner, einige Rassen gedeihen sogar nur bei freiem Auslauf richtig gut. Die Legeleistung lässt erst sehr spät nach, so legen dreijährige Hennen noch immer sehr viele Eier, selbst noch ältere Tiere sind wirtschaftlich.
Totlegerhahn und Assendelfterhenne

Tagesbeschäftigung
Foto: Andrea Fasch

Die Hühner fliegen viel und gerne, eine Flughöhe von bis zu 9m ist nicht ungewöhnlich. Daher sollte man in kleinen Gärten besser auf andere Sorten zurück greifen, die nicht den enormen Bewegungsdrang haben. Da verschiedene Rassen absolute „Baumschläfer“ hervorbringen, die Tiere gerne Versammlungen hoch oben in den Bäumen abhalten, sind Baumbestandene Ausläufe bei den Tieren sehr beliebt.

Im allgemeinen sind die Sprenkel-Hühner ehr scheue Vertreter der Hühnerfamilie, bei viel Zuwendung kann man jedoch auch eine gewisse Vertrautheit erzielen. Dies kann auch von Farbschlag zu Farbschlag innerhalb einer Rasse differieren.

 

Totlegerküken im Brennesseldickicht

Küken beim der Futtersuche
Foto: Andrea Fasch


Die Geduld zur Brut bringen nur noch wenige Hennen auf, gelegentlich gluckt eine einmal kurz, steht aber meist auch rasch wieder auf. Da die Eier jedoch kunstbrutfest sind, kann man sie in der Brutmaschine erbrüten.
Bei der Auswahl von Glucken zur Naturbrut sollte man bewegliche Hennen anderer Rassen bevorzugen, z.B. Sussex oder Marans, da auch die Küken sehr lauffreudig sind und sonst die Glucke überstrapazieren. Eine sehr zahme, ruhige Glucke kann dazu beitragen, die Nachzucht auch weniger scheu zu bekommen, während eine scheue Glucke ihre Küken noch flüchtiger macht, was den Umgang sehr erschweren kann.

Sussexglucke mit ihren Küken 

Glucke mit Assendelfter Küken
Foto: Andrea Fasch

Die Küken befiedern schnell. Nach vier bis fünf Wochen sind sie voll befiedert. Die Zeichnung der Jungküken ist zuerst sehr verschwommen. Erst später beginnt sich die Flocken-, Streifen- oder Tupfenzeichnung zu zeigen. Fliegen können die Jungen teilweise schon ab 7 Tagen. Später sind die höchsten Äste gerade willkommen. Dort werden gerne Treffen veranstaltet. 

In die Bäume fliehen die Tiere auch bei Gefahr, suchen diese zum Dösen auf, oder nächtigen in den Baumkronen.

Die Fütterung kann bei Freilandhaltung und unbegrenztem Auslauf aus reinem Körnerfutter bestehen, dem man Muschelschalen oder zerstoßene Eierschalen zusetzen sollte. Vitamingaben und Futterkalt halten die Tiere bei guter Form.

Gegen Krankheiten und Witterungseinflüsse sind die Hühner weitgehend unanfällig, auch im Winter sollte man ihnen Freilauf nicht verwehren.